Pressespiegel

Dem Tenor fliegen die Herzen zu

Auftakt der Schlossfestspiele Edesheim: mit den Solisten Johannes Kalpers und Helena Günther und Chören von Franz Josef Siegel

Als eine halbe Stunde vor Beginn der Himmel aufklarte und wolkenloses Blau sich über Edesheim spannte, war klar, dass es der Wettergott mit den Schlossfestspielen doch noch gut meinte. So waren alle äußeren Voraussetzungen gegeben für ein erfolgreiches Auftaktkonzert mit einer Openair-Gala auf der Seebühne.

Die musikalischen Voraussetzungen stellten dann in begeisternder Weise Chöre und Solisten unter der Gesamtleitung von Franz Josef Siegel. Mit Parkbäumen und Vogelgesang als passender Kulisse eröffnete der aus dem MGV Frohsinn Zeiskam und dem Kurpfälzer Konzertchor gebildete Männerchor den Vortragsreigen: Franz Schuberts "Nachtgesang im Walde" ließ durch saubere Aussprache, Atemführung und Intonation, ausgefeilte Dynamik und große Klangfülle die Herzen aller Freunde dieser Chorgattung höher schlagen.

"Der Musensohn" und "Ave Maria" vom gleichen Komponisten führten erstmals den Stargast auf die Bühne, den Tenor Johannes kalpers, der durch seine natürliche art und seine strahlend schöne stimme überzeugte. wie im verlauf des programms begleitete kapellmeister und komponist winfried siegler virtuos am piano.

zu welch schönem klangkörper sich der erst vor zehn jahren gegründete frauenchor frohsinn zeiskam entwickelt hat, zeigte sich dann in "schon die abendglocken klangen" aus konradin kreutzers "nachtlager von granada", wo sich lockere, klare stimmen zu einem ausgewogenen und eingängigen chorklang verbanden. hervorgegangen aus diesem chor ist die sopranistin helena günther, die als zweite große solistin des abends auftrat. vor wenigen tagen hat sie an der musikhochschule heidelberg bravourös ihr gesangsexamen bestanden und unterstrich in ännchens neckischer arie aus webers "freischütz" mit kraftvoll-klarer stimme die guten prognosen, die ihr für ihre karriere gestellt werden.

der chor der jäger aus lortzings undine und der entführungschor aus verdis rigoletto waren weitere dankbare aufgaben für den männerchor, der chor der brautjungfern (freischütz) und der chor der zigeunerinnen (la traviata) gaben dem frauenchor nochmals gelegenheit, sich auszuzeichnen. höhepunkt dieses ersten teils mit romantischer musik waren aber die darbietungen des gemischten chors zusammen mit den solisten: der "schwanensang" aus lortzings undine, in dem sich der bewährte chorsolist günter stalter (bass) dem solistenduo hinzugesellte, und das trinklied aus verdis traviata riefen durch überwältigende klangfülle begeisterung und beifallsstürme im voll besetzten zuschauer-halbrund hervor.

der zweite teil stand vorwiegend im zeichen des stargastes, zusätzlich begleitet von manni pichler am keyboard. die eigenkomposition "musik ist meine welt" eröffnete den reigen bunter melodien, "da geh ich ins maxim" (lehar) streifte die operette, der titelsong aus "titanic" und zwei weitere eigene titel ließen dem charmanten sänger endgültig die herzen zufliegen. auch helena günther konnte noch zweimal glänzen: im vilja-lied ebenso wie in dem schön gespielten und gesungenen duett "lippen schweigen" aus lehars "die lustige wite". je einmal männerchor und frauenchor, vor allem aber der gemischte chor ergänzten die soloauftritte bis hin zum "lied zum glück" (kalpers), das als gelungener abschluss alle mitwirkenden in einem klangrausch vereinte.

dem publikum präsentierte sich ein programm aus einem guss. zum abschluss wurde mit stehenden ovationen allen mitwirkenden gedankt: ein auftaktkonzert, das hohe erwartungen an die weiteren aufführungen der schlossfestspiele wach werden lässt

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